Digitalisierung – Wie Karriere zukünftig aussieht

Dass die Digitalisierung unseren Alltag verändert – das ist klar. Auch ist uns inzwischen bewusst, dass einige der heute noch gängigen Berufe in Zukunft von einem Computer erledigt werden könnten.

Was bedeutet das für unser zukünftiges Berufsleben?

Welche Berufe können von Computern übernommen werden?

Inwieweit ein Computer einen bestimmten Beruf übernehmen kann, lässt sich durch die Bestimmung des sogenannten Substituierbarkeitspotenziales feststellen.

Was genau dieses Potenzial beeinflusst, könnt ihr hier in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (IAB) nachlesen. Die aufgearbeiteten Ergebnisse im Kurzbericht findet ihr hier.

Einfach gesagt handelt es sich bei diesem Substituierbarkeitspotenzial um den Anteil der (für den Beruf wesentlichen) Tätigkeiten, welcher von „Computern oder computergesteuerten Maschinen“ (Quelle: IAB Analyse 04/2018) übernommen werden kann.

In besagter Studie wurden die Tätigkeiten der rund 4.000 Einzelberufe, die es momentan in Deutschland gibt, definiert und in fünf Typen eingeteilt:

  • Analytische Nicht-Routine-Aufgaben (z.B. Management)
  • interaktive Nicht-Routine-Aufgaben (z.B. Beratung)
  • manuelle Nicht-Routine-Aufgaben (z.B. die zusätzliche menschliche Steuerung selbstfahrender PKW)
  • kognitive Routine-Aufgaben (z.B. Buchhaltung)
  • manuelle Routine-Aufgaben (z.b. das Sortieren von Dingen)

Die Berufe der Kassiererin oder der Bankkauffrau beispielsweise enthalten viele Arbeitsschritte, welche sich häufig wiederholen – wie das Einscannen von Waren oder bürokratische Maßnahmen. Die kognitiven und manuellen Routine-Aufgaben machen also in diesem Fall einen großen Anteil des Berufes aus, was dessen Substituierbarkeitspotenzial steigert.

Aber: Es ist wichtig zu betonen, dass nur konkrete Tätigkeiten, nicht komplette Berufe von Computern ersetzt werden können.

Sprechen wir also von einem hohen Substituierbarkeitspotenzial, so meinen wir einen hohen Anteil an Routine-Tätigkeiten an einem Beruf. Nicht-Routine-Tätigkeiten werden weiterhin von Menschen übernommen, da sie durch ihre Komplexität und Situationsabhängigkeit nicht ohne weiteres an einen Computer abgegeben werden können.


Übrigens: Wie hoch das Substituierbarkeitspotenzial Ihres Berufes ist, können Sie anhand des Job-Futuromaten bestimmen!


Was bedeutet das konkret für die zukünftige Berufswelt?

Das Potenzial, von einem Computer ersetzt zu werden, ist außerdem bei Helferberufen und Fachkraftberufen höher als bei Spezialisten- und Expertenberufen. Dies hängt wiederum damit zusammen, dass Routine-Aufgaben eher von einer Person übernommen werden, die in dem betreffenden Beruf keine oder eine geringe Ausbildungsstufe erreicht hat, als von einem Experten.

Laut der Studie der IAB ist das Substituierbarkeitspotenzial bei Fertigungsberufen am höchsten: Hier können bereits rund 70% der  wesentlichen Tätigkeiten von einem Computer übernommen werden. Gerade in der Industrie spielen daher smarte Lösungen wie das Internet of Things (IoT)  eine große Rolle, um diese Tätigkeiten zu managen.

Am geringsten ist das Potenzial, ersetzt zu werden, im Berufssegment „Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe“ (Quelle: IAB Analyse 04/2018). Tätigkeiten wie Kindererziehung, Lehre oder ähnliche soziale Berufe werden wohl auch in Zukunft weiterhin von Menschen ausgeführt werden. Allein aufgrund der Ethik und Haftung ist eine ausschließliche Übernahme des Altenpflegeberufes durch Roboter bislang nicht zu verantworten. Auch wenn es um die Beruf der Reinigungskraft oder des Sicherheitsdienstes geht, fallen wenige Routine-Aufgaben an, was das Substituierbarkeitspotenzial senkt.


Welche Skills werden in Zukunft wichtiger?

Schon heute wird viel davon gesprochen, wie wichtig Soft Skills im Beruf sind. Empathie, emotionale Intelligenz und Teamfähigkeit werden in Zukunft immer wichtiger. Da einfache Routine-Aufgaben von Computern übernommen werden, wird das  interdisziplinäre Wissen über technische Zusammenhänge, welches die Maschinen nicht besitzen, somit entscheidender.

Und das Wichtigste: Laut IAB ist es das zukünftige Hauptinteresse, „das Wissen und Können auf dem aktuellen technologischen Stand zu halten“. Umfassende Kenntnis zu Computern, ihrer Verwendung und Nutzung rücken zukünftig mehr in den Vordergrund.

 

 

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Marie Vogt
Marie Pauline Vogt About the author

Marie ist seit Juni 2018 bei der wissenswerft tätig und unterstützt das Team in den Bereichen Marketing und Kommunikation.